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In unserer gemeinsamen Biografie als Ehepaar haben mehrere Bibelworte eine ganz persönliche Bedeutung bekommen und unseren Glauben an die Existenz Gottes und die Wahrheit seines Wortes gestärkt.
1981, nach fast einem Jahr Entscheidungsfindung, wechselten wir unseren Wohnsitz von Chemnitz nach Jena, wo meinem Mann die Tätigkeit in der Arbeitsgemeinschaft zur Abwehr der Suchtgefahren, dem heutigen Blauen Kreuz, für Thüringen übertragen wurde. Das bedeutete für meinen Mann, seinen Beruf als Ingenieur und Abteilungsleiter an den Nagel zu hängen und sich ganz neuen Herausforderungen zu stellen. Für mich war das Verlassen meiner Heimat, meiner altgewordenen Eltern, sehr schwer, aber wir wollten beide „dem Ruf Gottes“ folgen.
Ein dieser Zeit bewahrheitete sich für uns das Bibelwort Psalm 31,9 „Du stellst meine Füße auf weiten Raum…“. Bis 1974 waren die Schritte meines Mannes sehr unsicher, torklig und wacklig, auch im übertragenen Sinn seiner Lebensführung, denn er war bis dahin alkoholkrank. Das wirkte sich zerstörend auf alle unsere Lebensbereiche aus. Durch die Begegnung mit engagierten christlichen Suchthelfern und das Wirken Gottes in Herz und Verstand wurde mein Mann 1974 von seiner Sucht befreit und zu einem überzeugten Verfechter der biblischen frohen Botschaft.
Auf dem weiten Feld Thüringens gab es viel zu tun, um an die Sucht gebundene Menschen zu erreichen und ihnen von der lebensverändernden Kraft durch das Evangelium und von unseren persönlichen Erfahrungen zu berichten.
Alle Höhen und Tiefen in diesem Dienst, auch Beeinträchtigungen, durch Krankheit, ließen uns niemals an der Wahrheit Gottes und seinem Wort zweifeln und bis heute, ich bin seit 1995 verwitwet, macht mich der Bibelvers: „Der Herr hat Großes an uns getan, des sind wir fröhlich!“ glücklich und dankbar.

 

Karin Lüdtke

Mitglied in Blauen Kreuz in Deutschland e.V.

Als Steuerberater glaube ich bei entscheidenden Punkten so lange nicht dem, was mir jemand erzählt, bis ich es anhand des Gesetzes, eines Urteils oder Ähnlichem auf Wahrheit überprüft habe. So tat ich mich schwer, den Aussagen von Menschen über Jesus wirklich zu glauben. Für mich war die Bibel zu dick, um dort die Stellen zu finden, anhand derer ich die Aussagen überprüfen konnte. Erst als ich am 10. Januar 2004 die folgenden Bibelstellen von meinem Bruder in der Bibel gezeigt bekam, konnte ich glauben:


1.Brief des Johannes, Kapitel 1, Vers 9: Wenn wir aber unsere Schuld eingestehen, ist Gott treu und gerecht: Er vergibt uns die Schuld und reinigt uns von allem Unrecht.
Johannes, Kapitel 1, Vers 12: Aber wer sich ihm [gemeint ist Jesus Christus] öffnete, denen verlieh er das Recht, Kinder Gottes zu werden. - Das sind alle, die glauben, dass er im Auftrag Gottes handelt.
Brief an die Römer, Kapitel 10, Vers 9: Wenn du also mit deinem Mund bekennst: „Jesus ist der Herr!“ Und wenn du aus ganzem Herzen glaubst: „Gott hat ihn vom Tod auferweckt!“, dann wirst du gerettet werden.


Daraufhin vertraute ich mein Leben Jesus an, indem ich mit Hilfe meines Bruders Gott um Vergebung für meine Schuld bat und Jesus sagte, dass er ab jetzt mein Herr ist. In diesem Moment wurden mir spürbar viele Lasten abgenommen und, obwohl ich weinte, wurde mein Herz mit Frieden und Freude erfüllt. Schon am nächsten Tag begannen Veränderungen in meinem Leben, die für mich ein klarer Beweis sind, dass Jesus in mein Leben gekommen war. Von daher kann ich nur dazu einladen, Jesus in der Bibel kennen zu lernen und ihm mit dem ganzen Leben zu vertrauen – es lohnt sich.

 

Harald Kaeber

Zu den Texten der Bibel, die meinem Leben am nächsten stehen, gehören die Psalmen. Sie sind "das große Buch vom Menschen", wie es vor Jahren als Motto einer Bibelwoche formuliert war. Es gibt wohl kein Gefühl, keine Sehnsucht, keine Verzweiflung oder Hoffnung, keine Freude oder Trauer, kein Eingeständnis oder menschliche Erfahrung, die nicht in diesem wunderbaren Buch formuliert sind. Wenn ich nicht weiß, was oder wie ich beten soll, sind es die Psalmen, die meine Seele, mein Herz und meinen Mund öffnen. Das ist unglaublich schön und stärkend.

 

Dr. Albrecht Schröter, Oberbürgermeister a.D.

 

Beitrag zur Jena-Bibel 2021

Meine Erfahrung mit der Bibel bekam eine neue Dimension, als sich in den sog. besten Jahren meines Lebens meine berufliche Situation änderte und ich täglich mit der Bahn circa 5 Stunden zwischen Wohn- und Arbeitsort pendeln musste. Diese Veränderung stellte eine Herausforderung dar, wie ich sie bislang noch nicht erlebt hatte. Morgens um 6:00 Uhr das Haus verlassen, ein voller Arbeitstag, danach der lange Heimweg - für eine nicht absehbare Zeit, das ging über mein praktisches Vorstellungsvermögen. Als mir dieses Szenario vor Augen stand, war mir mit einem Mal intuitiv klar, dass ich jetzt die Ressource meines Glaubens besonders brauchen würde. Deshalb entschied ich mich, jeden Morgen so früh aufzustehen, dass mir noch Zeit zum Lesen in der Bibel, zur Meditation und zum Gebet blieb. Und tatsächlich, eigentlich mich selbst überraschend, nahm ich aus dieser morgendlichen Zeit eine spürbare, mich ‚beflügelnde' Stärkung und Orientierung mit in den Tag. Das war - wie mir erst im Nachhinein so richtig aufging - ganz entscheidend dafür, dass ich diese Pendelzeit von am Ende knapp zwei Jahren, denen ein weiteres Jahr mit Heimkehr nur am Wochenende folgte, gut durchhalten konnte.

Die Gewohnheit der morgendlichen Andacht habe ich, auch als wieder ‚normale' Verhältnisse eingekehrt waren, weiter beibehalten. Rückblickend stelle ich fest, dass die Bibel und das Gebet die entscheidenden Ressourcen meines Lebens geworden sind. Das Bibelwort, das mich am längsten begleitet und sich mir im Lauf der Zeit immer weiter aufschloss, ist mein Konfirmationsspruch: „Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist und was der Herr, dein Gott, von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott" (Micha, Kap. 6, V. 8). Das ist tatsächlich ein lebenslanges Programm. Dieses Wort hat mich aber immer wieder an die Bibel als Gottes Wort und daran erinnert, dass Liebe und Demut die Hauptelemente des Glaubens sind.

 

LuH-Gemeinde/Beitrag Jena-Bibel 2021

Hartmut Reibold, Generalstaatsanwalt a.D.

Vom Bettler zum Königssohn
Seit meiner Jugend glaube ich an Gott und habe mich vor über 15 Jahren bewusst entschieden Christ zu werden. Trotzdem habe ich, im Nachhinein betrachtet, bis vor 4 Jahren das Leben eines Bettlers geführt. Das was nicht nach außen sichtbar oder im materiellen Sinn, sondern im Inneren (und ohne, das ich mir dessen selbst bewusst war). Nach außen sehr gute Leistungen waren getrieben von Angst und dem Kampf um die Anerkennung von Menschen. In der Familie belasteten mein mangelndes Selbstbewusstsein und meine Sorgen den Alltag. Der Zerbruch einer befreundeten Familie war für mich der initiale Moment zu verstehen- Das kann auch dir passieren!
Damals habe ich Hilfe in Anspruch genommen. Hinter meinen Ängsten und Sorgen stehen eigentlich die inneren Bedürfnisse nach Annahme, Bestätigung und einem Vater, der Heimat schenkt. Aber kein Mensch, kein Ehepartner, kein Ort und nichts Materielles können das dauerhaft stillen. Gott sagt zu Jesus, noch vor seinem öffentlichen Wirken, bevor er irgendetwas leistet: „Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.“ (Mt. 3,17) In diesem Satz werden diese Bedürfnisse gestillt und durch Christus sind wir Gottes Töchter und Söhne (Joh. 1, 12). Damit gilt diese Aussage auch für mich. Ich bin ein Königssohn. Während der Bettler auf sich gestellt ist und um seine Bedürfnisse kämpfen muss, weiß das Königskind, dass es einen Vater gibt, der sich um uns kümmert.
Diesen Bibelvers aus Matthäus kannte ich schon lange. Aber ich habe gelernt, dass es nicht reicht, einen Vers oder ein Wahrheit schon einmal gehört zu haben. Nein, ich musste es mit dem Herzen verstehen, um daraus zu leben. Das ist etwas völlig anders! Auf dieser Basis veränderte sich mein Verhältnis zu Leistung, zu meiner Familie und zu Gott.

Markus, verheiratet, lebt mit seiner Familie in Jena

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